Ein kurzes „Hallo“

Hallo aus dem winterlichen Brisbane

wir hatten in den letzten Wochen traumhaftes Winterwetter-sonnig und kalt. An der Uni wird es jetzt auch wieder lebhafter-letzte Woche habe ich einige amerikan. Studenten vom Flughafen abgeholt und meine erste study tour begonnen. Ich unterrichte 11 Japaner/innen bei uns an der Uni. Diese Woche habe ich dann auch noch bei den internationalen Orientierungstagen geholfen und nächste Woche beginnt dann das neue Semester.

Gestern war ich mit den Japanern lawn bowlen (http://de.wikipedia.org/wiki/Bowls) und danach haben wir mit australischen Studenten Stockbrot gemacht (den Teig hatten wir in der 1. Stunde vorbereitet und dann bis nachmittags gehen lassen).  Lawn bowling war ganz interessant, wäre allerdings auf Dauer nix für mich-sehr zum Bedauern der alten Damen (65+) im Bowls Club die mich in ihr Team aufnehmen wollten (es herrscht akkuter Frauenmangel). In den nächsten Tagen werde ich auch ein paar Bilder vom Bowlen und Stockbrot machen in den Blog stellen.

Morgen ist dann auch schon mein letzter Tag mit dieser japanischen Gruppe, am Monatg geht es dann an einer Schule in Clayfield mit einer neuen Gruppe weiter.

P.S. Was ist denn mit eurem Sommer los-in den deutschen Nachrichten auf SBS höre ich immer nur ein Wort:Regen!!!! Hoffen wir mal dass das ab Mitte August besser wird 🙂

Sprinbrook National Park

Hier gibts jetzt mal ein paar Bilder von unseren letzten beiden Campingtrips zum Springbrook National Park. Ein ausführlicher Bericht folgt bald

Ein lange überfälliges „Hallo“aus Brisbane

Hallo ihr Lieben,

sorry dass ich so lange nix von mir hören lassen habe. Seit meinem letzten Eintrag ist hier viel passiert.

Am 1.Mai kam die zweite Gruppe aus PNG hier in Brisbane an. Da der 1.5. ein Feiertag wat der auf einen Sonntag fiel mussten wir den Feiertag natürlich montags nachholen (ist hier  so üblich, sonntags haben ja schließlich die meisten Leute sowieso frei) und begannen dann dienstags mit der Orientation für die Gruppe. Mittwoch hatte ich frei und als ich donnerstags morgens wieder an die Uni kam erwarteten mich die fellows mit einer schockierenden Nachricht:der Sohn von Clement (einem Gruppenmitglied) wurde am vorherigen Abend an der Uni in Port Morsby ermordet. Dementsprechend cancellten wir natürlich das Programm für den Tag und organisierten einen Rückflug für Clement. Die ganze Gruppe war sehr geschockt und wir verbrachten die nächsten 3 Stunden in unserem home-room mit Clement. In PNG ist es üblich bei dem Verwandeten des Verstorbenen zu bleiben bis er wieder bei seiner Familie ist, dementsprechend sassen wir beisammen, erzählten Anekdoten über den Verstorbenen und tranken Tee. Am nächsten Tag flog Clement dann nach Hause zu seiner Familie.

Nach einem sehr traurigen Start des Programmes arbeiteten wir dann umso härter an den action-research Projekten, ich denke wir hatten alle das Gefühl es Clement und seiner Familie schuldig zu sein. Die vier Wochen vergingen wie im Flug und in der letzten Maiwoche hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Das Abschiedessen war dann auch nochmal sehr bewegend:Clements verstorbener Sohn (ein Künstler) hatte bevor sein Vater nach Brisbane kam ein Bild in Ölfarben gemalt mit dem er sich für die einmalige Gelegenheit die die austral. Regierung und QUT seinem Vater geboten haben bedanken wollte. Ihr könnt euch sicher vorstellen dass kein Auge trocken blieb.

Nun ist meine Zeit an der QUT auch schon wieder vorbei. Ich habe sowohl fachlich als auch emotional in diesen drei Monaten wahnsinnig viel gelernt und neue Freundschaften geknüpft. Die fellows aus PNG haben mir gezeigt wie wichtig es ist sich für seine Ideen und Träume einzusetzen, egal wie steinig der Weg zum Ziel auch aussehen mag.Man kann auf diesem Weg nicht immer alle glücklich machen, es ist jedoch wichtig die eigenen Ideale nicht aus den Augen zu verlieren. Ich bin mir ganz sicher dass sie alle ihren Weg finden werden und die Chancen für frühkindliche Erziehung in PNG voranbringen werden.

Anfang Juli werden Jo undJulie (2 Professorinnen von der QUT) nach Port Morsby fliegen und in einem zweiten Leadership Symposium die Ergebnisse der Action Research Pläne präsentiert bekommen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten…

Nach der Arbeit an der QUT hatte ich dann letzte und diese Woche frei und beginne ab nächster Woche wieder an meiner „home“-university-der ACU. Ich freue mich dann doch sehr wieder zu unterrichten und denke dass ich auch in der Hinsicht an der QUT einiges dazugelernt habe.

Hier ist so langsam wirklich der Winter eingekehrt-wir haben nachts Temperaturen zwischen 7-10°C. ganz schön kalt kann ich euch sagen. ALDI hatte letzte Wochen Skiausrüstung im Angebot, da musste ich natürlich sofort an euch denken. Joel und ich haben uns noch eine zweite Wärmflasche gekauft, jetzt haben wir beide eine eigene wenn es richtig kalt wird 😉 Das ist dann auch nächstes Wochenende der Fall. nächster Montag ist ein Feiertag (Queens birthday) und wir haben ab Samstag 2 campsites im Springbrook National Park ( http://de.wikipedia.org/wiki/Springbrook-Nationalpark ) gebucht. Da der etwas weiter im Landesinneren liegt und wir quasi auf einem „Berg“ campen wird das dann richtig kalt. Man muss allerdings dazu sagen dass wir hier tagsüber wunderschönstes Winterwetter haben:strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel-da kann man dann auch im Tshirt rumlaufen.

Jetzt wieder etwas weniger schönes: gestern mussten wir mit Molly zum Tierarzt. Man konnte sehen dass es ihr nicht gut ging-sie hat am ganzen Körper gezittert und ihre Rute, die sonst immer munter am wedeln ist, war zwischen die Beine geklemmt. Da Mary momentan auf einer Konferenz in Sydney ist hatten Joel und ich die Ehre mit Asher und Molly zum Vet in Banyo zu gehen. Mama-danke dass du immer mit Tapsie ins Behandlungszimmer bist!!!!!!!!Sobald wir vor der Arztpraxis angekommen waren wollte Molly keinen Schritt mehr weitergehen und wir mussten sie ins Wartezimmer tragen. Noch komplizierter war dannd er Weg ins Behandlungszimmer-sie sträubte sich mit allen Vieren. Im behandlungszimmer mussten wir ihr dann erstmal einen Maulkorb anziehen und dann versuchen sie zu wiegen (es dauert 5 Minuten bis wir sie mit allen vier Pfoten auf der Waage hatten). Danach ging es weiter auf den Behandlungstisch-wir mussten die Ärmste mit 3 Leuten festhalten…Ihre Pupillen waren zu dem Zeitpunkt schon doppelt so groß und sie war am hyperventilieren. Der Tierarzt und seine Helferin waren sehr nett und sprachen beruhigend auf sie ein-Molly war das alles egal, sie hat glaube ich den Teufel persönlich in den beiden gesehen. Nach Fierbermessen und einem Rundumcheck stand dann fest dass sie eine leichte Infektion hat. Sollte mit Antibiotika in den Griff zu bekommen sein. Sobald sie vom Tisch runter und Maulkorblos war zog es Molly zur Tür-auch die vom Tierarzt gebotenen Leckerlie konnten sie nicht umstimmen-sie wollte nichts mit diesem Mann zu tun haben, auch keine Leckerlie von ihm. Im Nachhinein weiss ich nicht wer mehr Panik hatte:Molly, oder Joel, Asher und ich. Als wir nach Hause kamen waren wir alle kreidebleich-von Molly abgesehen, die freute sich über ihre erste Antibiotikumtablette in Leberwurst 🙂 Heute geht es ihr schon um einiges besser und ich hoffe so schnell nicht mehr zum Tierarzt zu müssen!

Ansonsten gibt’s nicht viel Neues (oder besser gesagt:mir fällt grade nix mehr ein). Ach, doch:wir haben am Wochenende Tickets für Cirque de Soleil gebucht. Die sind im Juli in Brisbane und wir gehen mit Sophie, Dave und Joe ihre Show „Saltimbanco“ anschauen.  Ich hatte ja als ich 11 war das Glück sie schonmal in Düsseldorf (?) mit Andrée und Georg zu sehen, erinnere mich aber kaum mehr daran.

Ich wünsche euch allen noch eine schöne, warme Woche

liebe Grüße!!!!

Familientreffen, Papua-Neuginea und die Bildung

Hallo ihr Lieben,

bei euch kehrt so langsam der Sommer ein und hier wird es etwas kälter.Die BUGA scheint auch ein Hit zu sein, ich hoffe bald mal Fotos zu sehen. Nach einer sehr anstrengenden Woche habe ich seit heute Urlaub und dachte mir es ist mal wieder an der Zeit euch auf den neuesten Stand zu bringen.

Letzte Woche Donnerstag kamen Joels Oma und Opa (Nana and Popa) zu Besuch. Ben(Joels Opa) und seine Geschwister hatten ein Familientreffen der australischen Velings organisiert. Wie ihr vielleicht wisst ist Joels Opa ja gebürtig aus Holland und kam vor ca. 60 Jahren nach Australien. Einige seiner Geschwister hat es ebenfalls nach Australien verschlagen. Letzten Samstag hatten wir also das erste Familientreffen der austral. Velings in Delanys Creek (be Mt Mee).Es konnten leider nicht alle Velings kommen aber wir haben mit 40 Leuten bis spät in die Nacht (oder besser früh am nächsten Morgen) gefeiert. Für die jenigen unter euch die facebook haben:Joels Cousine hat einige Fotos online gestellt. Nana und Popa sind dann noch bis Mittwoch bei uns geblieben und wir haben fast jeden Abend Karten gespielt-meistens Ricktety Kate (quasi das gute alte Computer Hearts).

Wie ich euch ja schon vor einer Weile erzählt habe arbeite ich seit Februar auch für die Queensland University of Technology (QUT) an einem Projekt des Instituts für Frühkindliche Ehrziehung in Zusammenarbeit mit der Australischen Regierung. Die Regierung sponsort 12 Akademiker aus Papua-Neuginea die an der QUT an einem Leadership Seminar teilnehmen. Jetzt fragt ihr euch bestimmt was ich denn mit frühkindlicher Erziehung zu tun habe und zu dem Projekt beitragen kann…well, mittlerweile weiss ich so einiges, am Anfang wusste ich jedoch nicht wirklich viel. Meine Aufgabe ist es quasi mit der Gruppe (6 Akademiker) zu Vorlesungen zu gehen, diese nachzubereiten(Diskussionen, etc), Academic skills zu unterrichten (wie schreibe ich einen Literatur review, eine Referenzliste, einen Action research plan, wie benutze ich Power Point, Datenbanksuche, etc, mit ihnen verschiedene Bildungseinrichtungen zu besuchen und ihnen dabei zu helfen sich hier in Brisbane wohlzufühlen (ist schon n kleiner Kulturschock).Die erste Gruppe, bestehend aus einem Mitarbeiter des Bildungsministeriums, 3 Professorinnen und 2 Teachertrainern ist vor 4 Wochen angekommen und hatte gestern ihr Leadership Symposium auf dem sie ihre Pläne vorgestellt  haben. Abends hatten wir dann noch ein Abschiedsessen und am Samstag fliegen sie wieder Richtung Heimat. Die vier Wochen sind wie im Flug vergangen, wir haben viel zusammen gearbeitet, voneinander gelernt und gelacht da war es schon traurig sich gestern verabschieden zu müssen. Die nächste Gruppe kommt am 1. Mai an und ab dem 3.5 arbeite ich dann mit ihnen an ihren Ideen.

Das Bildungssystem in PNG ist, wie ihr euch vielleicht denken könnt, etwas anders als unser in Deutschland oder hier in Australien. In den letzten Wochen habe ich sehr viel darüber gelernt und werde in den nächsten Tagen mal einen kleinen Artikel dazu schreiben.

Bis dahin wünsche ich euch ein schönes sonniges Osterwochenende, trinkt auf der Weinwanderung ein paar Weinchen für mich mit!

Heute auf der Arbeit

Heute hatten wir eine Delegation von nordamerikanischen Unis zu Besuch an der ACU. Kurz bevor sie kamen haben wir diesen „kleinen“ Freund neben unserer Kapelle gefunden. Unsere Besucher waren sehr beeindruckt. Damit ihr euch jetzt keine Gedanken um meine Sicherheit in diesem „wilden“ Land macht:die Schlange ist eine carpet-Python, d.h eine Würgeschlange und somit ungefährlich…

Nach einem verregneten Wochenende (es war toll, wir hatten 24°C und ich konnte nochmal einen Kapuzenpulli anziehen) haben wir seit Montag wieder richtig schönes Wetter. Daher sind wir auch am Montag an den Strand gefahren. Gestern und heute hatten wir 33-34°C, da war ich dann doch froh dass wir auf der Arbeit eine gut funktionierende Klimaanlage haben.

Schlange im Garten, Arbeit und was es sonst noch Neues gibt…

…jaaa, ich weiss, es ist lange her seit dem letzten Eintrag.

Bei uns hat zwar letzte Woche der Herbst angefangen aber wir haben immer noch Temperaturen um die 30°C…not bad at all 🙂 Dementsprechen waren wir auch im letzten Monat fast jedes Wochenende am Strand-man muss sich schliesslich abkühlen. Außerdem darf man sich nach einer langen Arbeitswoche am Wochenende auch mal eine kleine Auszeit gönnen.

Vor ein paar Wochen waren Joel und ich dann auch noch Musical, das hatten mama und Papa Joel ja zu Weihnachten geschenkt (nochmal danke, war superschön). Wir haben uns Wicked angeschaut, das ist eine Geschichte über die Hexen von Oz (spielt zeitlich vor dem Zauberer von Oz). Es war wahnsinnig gut und wir haben, wie immer wenn wir aus dem Theater kommen, mal wieder gemerkt das wir öfter ins Theater gehen müssen.

In den letzten Wochen habe ich weiterhin eine japanische Studentengruppe aus Nagoya bei uns an der Uni unterrichtet und kam immer erst nachmittags um 3 nach Hause (unsere normalen EAP Klassen sind immer nur bis 13.30-ja Marion, falls du das liest wirst du wieder über Lehrer lästern 😉 ). Letzten Freitag war dann ihr letzter Unterrichtstag und natürlich eine Abschiedparty. Die Studenten haben sich sehr viel Mühe in der Organisation der Party gegeben und das hat man dann auch gemerkt-es war ein sehr schöner Abend. Diese Woche ging es dann mal wieder an die Schule-Abwechslung muss sein. Bis nächsten Dienstag unterrichte ich eine Gruppe japanischer Austauschschüler an einer katholischen Privatschule im Nachbarstadtteil. Ganz anders als der Unterricht an der Uni, aber auch schön. Die Schule ist gerade dabei eine neue Bibliothek zu bauen und wir haben die Ehre unseren Unterricht in dieser (leider noch nicht ganz fertigen) Bibliothek zu halten. Es steht außer Frage dass die library wunderschön ist und wahnsinnig gut ausgestattet, allerdings ist es etwas gewöhnungsbedürftig „öffentlich“ zu unterrichten-Mitarbeiter, andere Lehrer und Schüler in ihren Freistunden bleiben ganz gerne mal stehen und hören zu. Wenigstens müssen meine Schüler etwas lauter sprechen um den Bohrlärm zu übertönen. Das ist gut, sie sind ja eigentlich immer sehr schüchtern und man hört sie kaum. Alles in allem macht es,wie immer, sehr viel Spaß und ist eine neue Erfahrung.

Gestern war ich dann vor dem Unterricht noch an der QUT (einer anderen Uni in Brisbane) um dort ein wenig an dem Projekt zu arbeiten. Unsere Akademiker aus Neu Ginea kommen Ende März an und wir haben noch einiges zu tun. Wenn meine momentane study tour fertig ist werde ich also die meiste Zeit an der QUT verbringen um alles zu vorzubereiten. Sobald die PNG’ler dann da sind bin ich jeden Tag von morgens bis abends an der Uni.

Aber jetzt mal genug von der Arbeit. Gestern hatten wir einen kleinen Besucher bei uns im Garten. Molly war nicht so begeistert und teilte uns das auch lautstark mit…nach einer Suche fanden wir eine tree snake in unserem Bambus…Eine wunderschöne Schlange die (wir sind uns ziemlich sicher) wohl auch nicht giftig ist. Habe natürlich sofort Fotos für euch gemacht-die stelle ich gleich noch in den Blog.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Donnerstag und Freitag und dann ein wun derschönes-hoffentlich sonniges- Wochenende

 

kurzes Update

Nach einem traumhaften Wochende am Strand (waren dann in Coolum nicht in Peregian) sind wir gestern Abend wieder in Brisbane angekommen. Heute ist International Orientation Day an der Uni, d.h. ich werde die ganzen internationalen Studenten treffen und ihnen beim Einschreiben helfen. Einige kenne ich ja schon weil sie in meiner Klasse waren oder ich sie vom Flughafen abgeholt hab. Internat. Orientation ist immer ein recht hektischer aber sehr schöner Arbeitstag, muss dann immer an meinen Orientation Day 2007 denken…

Wünsche euch einen guten Start in die Woche